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TIPPS · BROWSERGAMES

So baue ich ein Browsergame mit KI

Kein Studio, kein Team, kein Budget. Nur ich, eine Idee und KI als Werkzeug. So entsteht bei mir ein Spiel, das du direkt im Browser spielen kannst.

Vorweg das Wichtigste: Die KI baut mir kein Spiel auf Knopfdruck. Sie tippt schneller als ich, sie kennt mehr Code als ich, und sie wird nie müde. Aber sie weiss nicht, was Spass macht. Das bleibt mein Job. Meine Spiele entstehen also nicht durch KI, sondern mit Hilfe von KI. Der Unterschied ist grösser, als er klingt.

1. Die Idee in einem Satz

Bevor ich irgendetwas anfange, muss die Idee in einen Satz passen. „Ein Breakout mit Neon-Look.“ „Ein Flipper auf einem Atoll.“ „Ein Weltraum-Händler, der zwischen Planeten Fracht schiebt.“ So sind Cyan Break, Bikini Atoll und Sol Haul entstanden.

Passt die Idee nicht in einen Satz, ist sie noch nicht fertig. Dann denke ich weiter, statt loszulegen. Die KI kann eine unscharfe Idee nicht scharf machen. Sie macht sie nur grösser.

2. Erst der Plan, dann der Code

Mein wichtigster Trick ist langweilig: Ich schreibe ein Briefing. Für jedes grössere Spiel liegt bei mir ein Dokument, in dem steht, was das Spiel ist, wie es sich anfühlen soll, welche Steuerung es hat, welcher Grafikstil passt und was auf keinen Fall passieren darf.

Das klingt nach Bürokratie, spart aber Stunden. Ein Satz wie „mach ein Weltraumspiel“ ergibt irgendein Weltraumspiel. Ein Briefing ergibt mein Weltraumspiel. Je genauer ich beschreibe, desto weniger muss ich hinterher reparieren.

3. Ein Spiel, eine Datei

Alle meine Spiele sind eine einzige HTML-Datei. Kein Installieren, kein Server-Zauber, keine hundert Ordner. Datei öffnen, spielen. Grafik zeichnet der Browser selbst über das Canvas-Element, die Logik läuft in JavaScript.

Für die Arbeit mit KI ist das Gold wert. Die KI sieht immer das ganze Spiel auf einmal und verliert sich nicht zwischen Dateien. Und wenn etwas kaputtgeht, weiss ich genau, wo ich suchen muss.

4. So schnell wie möglich spielbar

Der erste Schritt ist nie das fertige Spiel, sondern ein hässlicher Prototyp. Ein Kästchen, das sich bewegt. Ein Ball, der abprallt. Kein Sound, keine Menüs, keine Effekte.

Die Frage in dieser Phase ist nur eine: Fühlt sich das gut an? Wenn das Kästchen schon Spass macht, wird das fertige Spiel grossartig. Wenn nicht, rettet es auch die schönste Grafik nicht.

5. Kleine Schritte statt grosser Wünsche

Danach baue ich Stück für Stück. Ein Wunsch pro Runde: „Der Sprung fühlt sich zu schwer an, mach ihn knackiger.“ „Die Gegner sollen in Wellen kommen.“ „Füg einen Highscore hinzu.“

Nach jedem Schritt spiele ich selbst. Immer. Die KI behauptet gern, etwas funktioniere, auch wenn es das nicht tut. Ich vertraue nur dem, was ich gespielt habe.

Die grösste Falle ist, zehn Dinge auf einmal zu verlangen. Dann ändert sich alles gleichzeitig, und wenn etwas schiefgeht, weiss niemand mehr, warum. Kleine Schritte sind langsamer im Gefühl und schneller im Ergebnis.

6. Grafik, Sound und Geschichte

Ein Spiel ist mehr als Code. Bei mir arbeiten mehrere KI-Assistenten nebeneinander, jeder mit seinem eigenen Fach. Einer schreibt Geschichten und Texte, einer entwirft Bild-Prompts für Titelbilder und Grafiken, einer kümmert sich um den Code.

So hat zum Beispiel ÜBERFÄLLIG eine eigene Kurzgeschichte als Grundlage bekommen, bevor das Spiel überhaupt gebaut wurde. Wenn die Welt eine Geschichte hat, merkt man das in jedem Detail.

Grafik, Cover und Sound entstehen ebenfalls mit Hilfe von KI. Aber auch hier entscheide ich, was bleibt. Die meisten Entwürfe fliegen raus. Das gehört dazu.

7. Testen wie ein Fremder

Wenn ich glaube, das Spiel ist fertig, spiele ich es so, als hätte ich es noch nie gesehen. Verstehe ich ohne Erklärung, was zu tun ist? Läuft es auf dem Handy? Was passiert, wenn ich wie wild auf alle Tasten drücke?

Hier findet man die Fehler, die man beim Bauen übersieht. Und es gibt immer welche.

8. Was ich gelernt habe

  • KI ist ein Werkzeug, kein Game Designer. Sie liefert Möglichkeiten. Was davon gut ist, entscheide ich.
  • Ein klarer Plan schlägt jeden cleveren Prompt. Wer weiss, was er will, bekommt es auch.
  • Spielen, spielen, spielen. Nur was ich selbst gespielt habe, ist wirklich fertig.
  • Klein anfangen. Ein kleines, rundes Spiel ist mehr wert als ein riesiges, das nie fertig wird.

Fazit

Vor ein paar Jahren hätte ich für ein einziges dieser Spiele ein Team gebraucht. Heute baue ich sie allein, Schritt für Schritt, mit Hilfe von KI. Die Maschine nimmt mir die Tipparbeit ab. Die Ideen, der Geschmack und das letzte Wort bleiben bei mir.

Und das Beste: Du musst nichts glauben, du kannst es ausprobieren. Alle Spiele laufen direkt hier im Browser. Viel Spass beim Spielen!

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